Kirchraum

Joerg-Farys-2023

Foto: Jörg Farys

Joerg-Farys-2023

Foto: Jörg Farys

Joerg-Farys-2023

Foto: Jörg Farys

Joerg-Farys-2023

Foto: Jörg Farys

Joerg-Farys-2023

Foto: Jörg Farys

 

St. Wilhelm – Architektur als Ausdruck gelebter Erneuerung

Der Architekt Rudolf Craemer übertrug Erfahrungen aus dem modernen Hallenbau auf den Sakralbau. Sein Ziel war eine klare, reduzierte und funktionale Formensprache – als architektonische Antwort auf die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils, die die aktive Beteiligung der Gemeinde in den Mittelpunkt rückte. 

Eine umfassend aufbereitete Geschichte finden Sie in der verlinkten Festschrift.

Bau und Struktur

  • Baujahr: 1960er Jahre; eine der ersten Kirchen nach dem neuen Ritus.

  • Bauweise: Unterbau aus Ziegelmauerwerk mit Gemeinderräumen und Wohnungen.

  • Kirchenraum: Darüber ein scheinbar schwebender Betonrahmenkubus, verkleidet mit längsrechteckigen, milchigen Glasfeldern.

  • Zugang: Zwei seitliche Treppen führen in einen kleinen Vorraum. Eine Treppe hinter der Reliefwand führt ins Untergeschoss.

Innenraum und Lichtkonzept

  • Grundriss: Quadratisch (25,6 × 25,6 m, 10 m hoch).

  • Konstruktion: Stählernes Raumfachwerk mit sichtbarem Dachtragwerk – ermöglicht einen stützenfreien Raum.

  • Lichtgestaltung: Betonlamellen filtern indirektes Tageslicht; je nach Sonnenstand entstehen wechselnde Lichtwände und Stimmungen.

  • Fassade: Glasvorhangfassade mit schmal gegliederten Fensterfeldern; 2015–2016 restauriert.

Liturgische Gestaltung

  • Altarinsel: Im hinteren Drittel, auf erhöhter Plattform, mit Tabernakel in Reliefwand.

  • Gemeindeanordnung: Bänke umgeben den Altar von drei Seiten – symbolisierte Gemeinschaft und Partizipation.

  • Kunst: Reliefwand aus getriebenem Kupfer von Jupp Zimmer (Trier); Kreuzweg aus hängenden Bildtafeln.

  • Orgel: 34 Register, zwei Manuale, Orgelbau Ludwig Eisenbarth, Passau.

Ausblick

  • Am 05.03.2026 fand ein Workshop zu einer möglichen Nutzungserweiterung des Kirchraums statt. Die Teilnehmenden sehen das Projekt als Modellfall für neue Nutzungskonzepte kirchlicher Gebäude und als Beitrag zur Stärkung der kirchlichen Relevanz im Quartier.
  • Dabei wurde der gemeinsame Willen, die hybride Nutzung der Kirche St. Wilhelm weiterzuverfolgen und den Kirchenraum für vielfältige pastorale, kulturelle und gemeinschaftliche Formen zu öffnen bekräftigt.
  • Eine Haltung von Offenheit, Respekt und gegenseitiger Toleranz ist handlungsleitend.
  • Neben den inhaltlichen Fragen – für wen und für welche Nutzungen die Kirche künftig offen sein soll, welche inhaltlichen Akzente die Pastoral selbst setzt und wie das Miteinander gestaltet wird – bestehen auch auf räumlicher und organisatorischer Ebene noch zahlreiche offene Punkte. Dazu zählen Fragen der Sicherheit, Haftung, Barrierefreiheit, Belüftung sowie des Zugangs zu sanitären Anlagen.
  • Das Entfernen der Kirchenbänke wird als weiterer zentraler Schritt zur räumlichen Flexibilisierung verstanden und soll – nach Klärung grundlegender Fragen (Denkmalschutz, Einlagerung) – 2027 erfolgen.
  • Falls Sie Interesse an der Mitnutzung der Kirche haben, wenn Sie sich an der Klärung und Abstimmung dieser Themen beteiligen oder über den aktuellen Stand der Planungen informieren wollen, kontaktieren Sie uns gerne. 
Konditionen: 
  • Vereinzelt finden Pioniernutzungen im Kirchraum statt.
  • Parallel werden die Rahmebedinungen für eine Erweiterte Nutzung geprüft. 
  • Es gilt die Hausordnung.