Projektentwicklung
Die Mitnutzung von St. Wilhelm ist ein spannender Prozess: Aus einem sakralen Raum wird ein Ort für die gesamte Nachbarschaft, für Kultur & Gemeinschaft. Dabei gilt es, die Tradition der Kirche zu wahren und gleichzeitig neue Möglichkeiten zu schaffen.
Herausforderungen und Chancen:
- Respekt vor der Geschichte: Der Kirchraum bleibt ein Ort der Besinnung – auch in seiner neuen Funktion.
- Vielfalt einbinden: Unterschiedliche Bedürfnisse und Kulturen zusammenzubringen ist eine zentrale Aufgabe.
- Neue Nutzungen ermöglichen: Räume werden so gestaltet, dass sie flexibel für Workshops, Veranstaltungen oder ruhige Momente genutzt werden können.
Die Entwicklung zeigt: Mit Offenheit und Zusammenarbeit kann aus einem traditionellen Ort ein moderner Treffpunkt entstehen – ein Experimentierort für alle!
2025 Gemeinsam Räume gestalten – Strukturaufbau
Im Jahr 2025 steht das Projekt ganz im Zeichen des Strukturaufbaus und der Klärung des Miteinanders. Ein neues Team startet, Gruppen und Nachbar*innen vernetzen sich zunehmend. Website, Raumverwaltungsprogramm und weitere Werkzeuge werden eingeführt.
Parallel stockte der Prozess an zentralen Stellen – eine Standortkoordination und ein Hausmeister fehlen, die Stadtteilarbeit kann aufgund von Kürzungen den Ort vorerst nicht verstärken. Zudem verzögerte sich die Überlassung des Gebäudes an das Erzbistum erheblich und wurde im Oktober 2025 vollzogen.
Trotz dieser Hürden nimmt die Gestaltung der gemeinsamen Nutzung sichtbar Form an – getragen vom Engagement Vieler.
Highlights 2025
2024 - Eine Basis für Mitwirkung wird geschaffen
Das Jahr 2024 steht im Zeichen des Aufbruchs: Mit dem Start der im Vorjahr geplanten Pionierprojekte, darunter auch der Aufbau der neuen Freiwilligenkoordination des lokalen Gemeinwesenvereins, beginnt eine neue Phase des gemeinsamen Engagements, der Zusammenarbeit und der geteilten Verantwortung in der Gemeinschaft.
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Die Freiwilligenkoordination bietet allen Interessierten die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen.
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Durch Vernetzung und Begleitung wird das gemeinsame Engagement gestärkt.
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Die Projekte schaffen die Basis für Offenheit, Mitbestimmung und eine Kultur des Miteinanders.
Zeitgleich bahnen Stadtteilkoordination und Erzbistum Gespräche an, um eine langfristige Perspektive für eine nachhaltige Entwicklung des Dritten Ortes zu entwickeln, bei der alle mitwirken können.
2023 – Der Ort erwacht: die Pioniernutzung beginnt
2023 markiert den Auftakt für die gemeinschaftliche Entwicklung des Standorts: Die Gemeinde entscheidet sich, ihre Räume vertrauensvoll in den Kiez zu öffnen. Mit den ersten Impulsveranstaltungen im Rahmen des Netzwerks der Wärme – darunter ein Konzert der Komischen Oper, Saatguttausch, Kiezkino mit Livemusik und die „Lange Tafel Wilhelmstadt“ – wird das Gemeindezentrum wieder sichtbar und von Nachbar*innen gut angenommen.
Parallel werden entscheidende Grundlagen geschaffen: Der Bedarf vor Ort wird sondiert, neue Fördermittel eingeworben und Partner gewonnen. Ein Ehrenamtlicher setzt das Gemeindebüro instand, ein Kühlhaus für die Lebensmittelausgabe „Laib & Seele“ wird beschafft und aufgebaut. Die Gemeinde investiert zudem in die Sanierung des Kirchendachs.
Trotz einer temporären Schließung im Sommer wegen Reparaturmaßnahmen am Dach und der Technik können Veranstaltungen des Kulturpartners an Ausweichstandorten stattfinden.
Mit dem kurzfristigen Umzug von Inventar des Kulturpartners nach Spandau, dem Aufbau einer Küche und erfolgreichen Vernetzungen – etwa mit Sasha Waltz & Guests – gewinnt das Projekt weiter an Dynamik. Zwischen März und Dezember folgen wichtige Meilensteine.
2023 zeigt: Der Ort wird angenommen und bietet sich als Raum für Austausch, Ideen und gemeinschaftliches Gestalten – als Keimzelle eines vielfältigen Nachbarschaftstreffpunkts - an.
2022 – Leerzug des Gemeindebüros
Im Jahr 2022 wird der Grundstein für die spätere Entwicklung gelegt: Im Rahmen einer Kiezbegehung der Stadtteilkoordination (STK) mit der OE QPK wird der Standort erstmals als Potenzial für einen sozialen Treffpunkt in der Wilhelmstadt erkannt.
Im Dezember folgt der Leerzug des Gemeindebüros – zu diesem Zeitpunkt sind keine Hauptamtlichen mehr vor Ort. Der Ort öffnet damit Raum für neue Perspektiven und Kooperationen.
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